Google hat Mitte März die Java-Bibliothek Guice (ausgesprochen wie “Juice”) als Open Source freigegeben. Mit der Bibliothek haben Googles Entwickler unter anderem die “Adwords“-Werbeeinblendungen implementiert.
Guice ist ein Framework, das Entwicklern eine Infrastruktur für das Entwurfsmuster Dependency Injection bereitstellt. Damit lässt sich das Problem lösen, dass in großen Anwendungen zu viele direkte Abhängigkeiten zwischen Objekten bestehen. Guice stellt konfigurierbare Verbindungen zwischen Objekten her, die sich gegenseitig nicht direkt referenzieren.
Die Guice-Entwickler haben sich vom Web-Framework Spring inspirieren lassen. Anders als bei Spring müssen die Nutzer des Frameworks aber keine XML-Konfigurationsdateien pflegen, um festzulegen, welche Objekte miteinander verknüpft werden sollen. Guice setzt stattdessen auf die mit Java 5 eingeführten Annotationen, die Java-Objekte und -Methoden direkt im Quellcode mit zusätzlichen Tags anreichern.
Seit der Veröffentlichung von Guice ist die Java Community in Aufruhr. Hier einige interessante Blog-Beiträge dazu:
- Guicy Good
- Using Guice as the DI Framework - some hiccups
- Guice vs. Spring JavaConfig: A comparison of DI styles
- Not convinced about Guice, Spring scores again with JavaConfig
- IntelliJ IDEA+Guice=GuiceyIDEA!
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